Es ist zwar schon eine Weile her, aber besser spät als nie. Bevor ich Bilder zu meinerm Schottlandtrip hochlade, zeige ich noch die letzten vom Ausflug nach Bath und Stonehenge.
Auf dem Weg dorthin sind wie durch die Cotswolds gefahren, eine Region mit langgezogenen Hügeln in England, in der früher (und zu großen Teilen auch noch heute) Schafzucht betrieben wurde. Bis vor einigen Jahrhunderten war Englands Hauptexportprodukt Wolle, was diese Region historisch gesehen recht bedeutend macht. Es gibt wohl immer noch recht mittelalterlich anmutende Dörfer in der Ecke, auch wenn wir leider keine Zeit hatten in einem davon anzuhalten.
Die zwei oberen Bilder sind typisch für England, zumindest soweit ich das mitbekommen habe. Jede Menge Schafe, jede Menge Hecken oder Mauern.
Die Hecken/Mauern kommen wohl daher, dass vor hunderten Jahren der Privatbesitz eingeführt wurde und als Grenzen eben diese "Bauten" errichtet wurden. Wo es keine Steine gab, wurde eben eine Hecke gepflanzt. Und bis zum heutigen Tag ziehen die sich durch die englische Landschaft. Das Überleben von so vielen verschiedenen Tierarten und Pflanzenartenhängt von den Hecken ab, dass sie auch nicht einfach abgerissen werden können. Und so ein paar Linien in der Landschaft sehen ganz nett aus, wie ich zugeben muss. Auch wenn es für die Bauern vielleicht nervig ist.
Den Baum fand ich einfach hübsch. :)
Die zwei oberen Bilder sind von den eben erwähnten Mauern. In den meisten Fällen sind das Trockenmauern. Viele sehen so aus als seien sie wirklich hunderte von Jahren alt und als würde, immer wenn eine Ecke einstürzt, einfach jemand die dort liegenden Steine benutzen, um sie wieder aufzubauen. Das Aussehen ist auch typisch; die flach geschichteten Steine im unteren Bereich und dann die "Krone" aus senkrecht stehenden Steinen.
Das hier haben wir auf dem Weg von Bath nach Stonehenge gesehen. Ein weißes Pferd auf dem Hügel- Ursprünglich sind diese Figuren, die sich manchmal finden, wohl über tausend Jahre alt und heißen "Scharrbilder". Sie wurden direkt in den weißen Fels gezeichnet und waren vom Tal aus sichtbar. Das Bild oben ist allerdings recht neu und wurde nur nach den älteren Bildern gemodelt.
Entweder galten diese Bilder wohl als Zeichen für ein besonderes Ereignis oder als Gottfigur, die über das Tal wachen sollte.
Das Zeichen fand ich interessant. Wir sind durch militärisches Sperrgebiet gefahren und diese Schilder waren in einigen Abständen aufgestellt. Einen Panzer haben wir zwar nicht gesehen, aber Militärjeeps sind vorbeigefahren.
Ah, gefühlt so oft gesehen und doch niemals genug, das sieht wirklich idylisch aus... die Unmengen Schafe erinnern mich sehr an Island, auch wenn es dort ja mehr eine Plage ist als eine wirkliche Zucht. Hehehe, bei den Hecken muss ich auch wieder an die Vulkaninsel denken, aber dort benutzen sie einfache Zäune, die aber auch auf der ganzen Insel stehen... ich find das ehrlich gesagt auch schön, man hat es auch schon zur Genüge gesehen. Der Baum sieht ja mal aus wie aus einem Fantasyfilm, ebenso wie die Zeichnungen, erinnert stark an die Nasca Kultur... und warum nur muss ich bei dem letzten Bild an dieses Video aus Russland denken wo einfach mal ein Panzer quer über die Straße fährt.
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