Hier zuerst ein paar Fotos in voller Montur:
Die linke Hand wird meistens einfach an der Seite runterhängen gelassen. Sie darf nicht im Weg sein, wenn jemand versucht einen Treffer zu erzielen, sonst könnte es Verletzte geben. Einen Treffer erzielt man nämlich, wenn man den Torso trifft und wenn die Hand da im Weg ist... naja. An der Spitze des Floretts ist zwar eine Plastikkugel, damit sich keiner ernsthaft verletzt, aber man kann ja nicht vorsichtig genug sein.
Die rechte Hand hält das Florett (bei Linkshändern ist das natürlich anders herum). Dabei ist der Ellenbogen etwa eine Handbreit vom Körper entfernt, darf aber nicht zur Seite abstehen. Das Handgelenk ist gerade und die Spitze des Floretts zeigt auf die Körpermitte des Gegners.
Außer dem Florett gibt es auch noch den Degen und den Säbel. Wir fangen allerdings mit dem Florett an. Die anderen variieren ein wenig in Breite der Klinge und den Regeln, nach denen man miteinander kämpft.
Damit ihr mir auch wirklich glaube, dass ich das bin, gibt es hier ein Bild ohne die Maske. Die ist natürlich dazu da, um zu verhindern, dass man im Gesicht getroffen wird. Selbst Plastikspitzen können Augen ausstechen.
Unter der Jacke gibt es eine zweite Schicht Schutzkleidung. Das hier:
(Hier hatte mich meine Fotografin leider schon verlassen. Also gab's ein Selfie.)
Der Ärmel ist bei deinem Kampfarm, also bei mir rechts. Der Rest bedeckt den gesamten Oberkörper, aber nicht den zweiten Arm.
Hier sind Maske und Handschuh. Es gibt wirklich nur einen, nämlich an der Hand, die das Florett hält. Die andere muss man ja eh raushalten.
Und dann gibt es unter der zweiten Weste noch was interessantes. Das ist der Damenwelt vorbehalten und sieht so aus:
Ihr könnte es euch denken, oder? Brustschutz! Es gibt auch kleine dessertschalenförmige einzelne Dinger, aber die fallen gerne mal raus, oder verrutschen. Das hier erinnert fast schon an Rüstung, wenn ihr mich fragt. Hartplastik-Rüstung. Allerdings ist es weniger unbequem als es aussieht, erstaunlicherweise. Man gewöhnt sich ziemlich schnell daran.
Alles klar, das war ich in voller Fechtmontur! Ich hoffe ihr habt euch amüsiert und könnt euch jetzt eher vorstellen wie das vonstatten geht.
Liebe Grüße aus England!
Eure Marlene
Hey, das ist ja mal cool! Die Ausrüstung finde ich zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber gut... Schutz geht ja bekanntlich vor. Wie bist du denn eigentlich zum Fechten gekommen?
AntwortenLöschenDas war eine von den Sachen, die ich immer mal probieren wollte. Und hier in Cambridge habe ich mir gedacht, dass ich mal ganz andere Hobbies ausprobieren würde. Rudern und Fechten zum Beispiel. :)
LöschenKann ich mir widerum ganz gut vorstellen, klingt auf jeden Fall echt cool... und klar, Rudern muss man in Cambridge mal gemacht haben glaub ich.
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